Hypnose
Die offizielle Definition lautet ungefähr: „Hypnose ist ein Verfahren zur Einleitung einer hypnotischen Trance.“
Aber was genau soll das bedeuten? Mit der Frage, was Hypnose genau ist, beschäftigen sich die Menschen schon seit Jahrhunderten.
Hypnose bzw. Hypnosetherapie ist etwas Besonderes.
Es ist eben klar zu unterscheiden, wer die Hypnose durchführt. Damit ist gemeint, gehört der Hypnotiseur zu der Liga der Hobbyhypnotiseure oder verfügt er über eine umfangreiche Ausbildung (kein Crash-Wochenendseminar) und möglichst über einen klar fundamentierten, sogar evtl. therapeutischen Background.
Hypnosecoaching oder Hypnosetherapie ist wissenschaftlich anerkannt und hat nichts mit Showhypnose zu tun.
Bereits in den 60-iger Jahren wurde Hypnose in den USA und in England als wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren eingestuft. Deutschland hinkte etwas hinterher. Erst im Jahr 2006 führte eine umfangreiche Studie, durchgeführt von der Universität Tübingen, dazu, dass auch in der BRD Hypnotherapie für bestimmte Anwendungsfelder wissenschaftlich anerkannt wurde. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Themen bzw. Krankheitsbilder/ Störungen wie: Ängste, Phobien, Übergewicht, Rauchen, psychosomatische Schmerzen, Schlafstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen usw. Daran ist schon zu erkennen, dass die Hypnotherapie in gut ausgebildete Hände gehört.
Aus dem Störungsbild ergibt sich auch die Art der „Hypnoseanwendung“. Angenommen, jemand möchte eine bestimmte Gewohnheit loswerden, z. B. nicht mehr allzu viele Süßigkeiten essen, kann eine „einfache Suggestivhypnose“ gute Dienste leisten. Kennt die Person allerdings nicht den Grund, warum sie immer wieder zu viele Süßigkeiten isst, hat aber den unwiderstehlichen Drang es immer wieder zu tun, handelt es sich um eine Symptomatik. Da kann eine Suggestivhypnose nicht viel ausrichten, d.h., es ist eine „Hypnosetherapie oder Hypnoanalyse“ angesagt.
Kurz gesagt:
Hypnotherapie ist ein guter Lösungsansatz und zwar fast immer dann, wenn andere psychotherapeutische Verfahren nicht mehr weiterhelfen oder wenn Störungsbilder unklar sind.
Aber auch dann, wenn es darum geht, z. B. das vorhandene Selbstwertgefühl zu stärken, ist Hypnose als Coachingelement ein gutes Mittel der Wahl.
Übrigens:
Manchmal ist „eine Sitzung“ ausreichend, um Veränderungen zu veranlassen. Handelt es sich allerdings um evtl. lebenslang vorhandene und tiefsitzende Probleme, ist Geduld notwendig.
Darum ist es immer richtig, als ersten Schritt ein Erstgespräch zu vereinbaren. So ist ein kennenlernen möglich und vor allem ergibt sich durch dieses Gespräch die weitere Vorgehensweise und der Umfang bzw. die ungefähre Anzahl der durchzuführenden Hypnoseelemente.