EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“
und ist ein unglaublich interessantes und effektives Verfahren.
Diese Methode funktioniert nicht wie die typische Hypnose; das Unterbewusstsein des Patienten wird nicht durch Entspannung und Suggestionen gelenkt. Vielmehr basiert diese Methode auf schnellen Fingerbewegungen, die vor den Augen des Klienten vollzogen werden. Das hört sich sicher für den Anfang sehr seltsam an.
Tatsächlich wurde diese Methode auch nur durch einen Zufall im Mai 1987 von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro entdeckt. Sie kombinierte die Erkenntnisse, dass schnelle Augenbewegungen beispielsweise bei einem Spaziergang und schnelle Augenbewegungen im Schlaf, in den so genannten REM-Schlafphasen eine erhöhte Aktivität des Gehirns mit sich bringen. In diesen Beispielen sind die Augenbewegungen rein zufällig, bewirken aber enorme, komplexe aber völlig unbewusste Vorgänge im menschlichen Gehirn. Dr. Shapiro entwickelte daraus eine Serie gezielter Augenbewegungen, die eben diese Besonderheit des menschlichen Unterbewusstseins nutzen und mittlerweile für die Behandlung der verschiedensten Bereiche sehr erfolgreich angewandt werden.
Blockaden, Ängste, Phobien, Süchte und vieles mehr werden durch die schnellen Augenbewegungen direkt angesteuert und ihre belastenden Einflüsse deutlich verringert. Negative Gefühle und Erinnerungen werden abgemildert, Positives wird verstärkt.
Mittlerweile zählt EMDR zu den effektivsten Psychotherapiemethoden bei vielen psychischen Störungsbildern sowie zur Verarbeitung von Traumata und wird weltweit eingesetzt und anerkannt.